Weihnachten mal anders…

Es ist schon wieder soweit. Weihnachten… Die Zeit für Familien und das schenken. Für mich ist es dieses Jahr das erste Weihnachten so ganz ohne Eltern.

Normalerweise sinkt zu der Jahreszeit meine Stimmung in den Keller. Ich hasse die Weihnachten. Seit mein ältester Bruder zwei Tage vor heilig Abend gestorben ist, habe ich wenig Lust dieses Ereignis zu „feiern“… Ich bin wie der Grinch, nur ändere ich meine Meinung am Ende nicht. Selbst als Kind hab ich Weihnachten nie gemocht. Warum auch!? Bei uns daheim kam nie sowas wie Weihnachtliche Stimmung auf…. Mein Dad war ebenfalls kein Mensch, der die Zeit gern hatte. Ich glaub, dass hab ich mir von ihm abgeguckt.

Doch dieses Jahr ist es was ganz besonderes. Das erste Jahr ohne meine Eltern. Ich hab zwar letztes Jahr auch ohne meine Mutter verbracht, aber dieses Jahr ist sie nicht mehr da. Einerseits macht mich das ziemlich traurig. Es ist eben schon was ganz anderes, wenn man weiß, da ist niemand der frohe Weihnachten wünscht… Für mich war es immer ein Horrorszenario meine Mutter am anderen Ende der Telefonleitung seufzen zu hören, wie schade es ist, dass ich nicht da bin. Automatisch hab ich mir dadurch ein schlechtes Gewissen einreden lassen… Was natürlich quatsch ist. War mit Sicherheit nicht von ihr beabsichtigt. Und dennoch… Diese Anrufe haben mir immer den Rest gegeben.

Diese Weihnachten hab ich mir vorgenommen, die Zeit so zu verbringen, wie ICH es möchte. So ganz ohne diesen Druck auf heile Welt zu machen… Ich hatte vor meine Freunde zu besuchen. Aber ich hatte am Mittwoch eine OP am rechten Bein. Mir wurden die Krampfadern entfernt. Eigentlich keine große Sache… Aber ich hab es jahrelang vor mir her geschoben, sodass es ein ziemlich großer Eingriff wurde. Drei Stunden lag ich auf dem OP-Tisch… Jedenfalls hat mir der Arzt abgeraten lange zu sitzen. Und nach Frankfurt sind es mit dem FlixBus gute sechs Stunden. So „feier“ ich komplett ohne irgend wen. Ich denke, dass das gar keine schlechte Idee ist. Denn so kann ich machen was ich möchte! Ein bisschen Bewegung am Nachmittag, und die restliche Zeit suchte ich mich auf Netflix durch…

So kann´s laufen. So halte ich mich von dem ganzen Trubel fern. Es ist schließlich ein ganz normaler Tag für mich. Doch… Ich denke, dass es mir gut tun wird. Denn bisher, und wir haben ja schon den halben Tag geschafft, geht´s mir ziemlich gut. Ganz ohne Druck. Es ist eben ein ganz normaler Tag.

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